Shopping Kampagnen: Einrichtung Merchant Center und Feed (Tutorial Teil 1/3)

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Jeder, der Google regelmäßig nutzt, wird die Produktanzeigen kennen und ihm wird aufgefallen sein, dass es hier nicht nur verschiedene Anzeigepositionen sondern auch -arten gibt und sich der Anteil an Suchergebnisseiten mit Shopping Ads über die Shopping Kampagnen in den letzten Monaten deutlich erhöht hat.

Shopping Kampagnen   Shopping Anzeigen


Dieser stark zunehmende Anteil hängt vor allem damit zusammen, dass seit 2013 die Anzeigen nicht mehr direkt über das “Google Merchant Center” zur Schaltung einer Anzeige führen, sondern nur noch in Verbindung mit Google AdWords eingebucht werden können. 

Bis 2013 waren die Klicks kostenlos, seit der Umstellung zu den Shopping Kampagnen kostet nun jeder Klick Geld. Zum einen wird dadurch die Qualität und Aktualität der Anzeigen (gezwungenermaßen, denn jeder Merchant hat ein Interesse an aktuellen sowie vollständigen Daten) verbessert. 

Zum anderen nimmt Google nicht unerhebliche Klickkosten hierüber ein. Somit hat Google auch ein Interesse an der prominenten Einbindung – vorausgesetzt es passt zu der jeweiligen Suchanfrage.

Wie kann man aber als Shop überhaupt die Produktanzeigen schalten? 


Wie kann ich die Shopping Kampagnen aussteuern, auswerten und vor allem optimieren?

Damit befassen wir uns in insgesamt drei ausführlichen Teilen auf diesem Blog. 

Fragen, Anregungen und weiterführende Hinweise können natürlich jederzeit gern über die Kommentarfunktion gestellt werden!

Fangen wir zunächst ganz am Anfang an: Wenn Sie einen Online-Shop betreiben (klassischer Retail), dann haben Sie im Prinzip schon die Voraussetzungen erfüllt um überhaupt an der Schaltung von Shopping Ads teilzunehmen. Ich persönlich gehe davon aus, dass Google das Merchant Center früher oder später auch für andere Produkte und Dienstleistungen öffnet (bspw. Abo-Modelle, Dienstleistungen etc.).

Beispielsweise ist es inzwischen auch möglich, als Preisvergleicher an Google Shopping teilzunehmen. 

Schritt 1: Einrichtung eines Google Merchant Center – Kontos

Als allererstes muss sich beim Google Merchant Center unter google.com/merchants angemeldet werden. 

Hier gebe ich alle Informationen rund um den Shop ein (Website, Adressdaten, Kontaktdaten etc.).

Google Shopping   Anmeldung im Merchant Center

 

Das ist schnell erledigt. Zum Abschluss der Registrierung musst du nur noch einmal verifizieren, dass du Inhaber dieser Domain bist bzw. Zugriff darauf hast. 

Das geht entweder über den Google Tag Manager, die Anmeldung in der Google Search Console oder einfach per Copy & Paste eines META-Tags oder dem Hochladen einer vorgegebenen HTML-Datei auf den Webserver. 

Hat man die Verifikation abgeschlossen, so kann es schon an das Erstellen und Hochladen eines Feeds gehen.

Schritt 2: Der passende Produktfeed

Meiner Erfahrung nach ist dieser Teil der schwierigste. Viele Shops haben bislang entweder gar keinen Export aller Artikel vorliegen oder es ist in einem anderen Format. Google wünscht sich aber schon ein spezielles zum Anlegen von Shopping Kampagnen – dazu gleich mehr.

Im Prinzip ist der Feed nichts anderes als eine Excel-Datei oder auch XML-Datei (die genauen Spezifikationen gibt es hier). 

Diese Datei beinhaltet von Google vorgegebene und für die verschiedenen Produktkategorien unterschiedliche Attribute / Felder (= Spalten), wovon manche Pflichtfelder und manche optionale Felder sind. 

Generell gilt hierbei: Je mehr Spalten man nutzt, desto besser rankt Google diese Produkte und kann es auch besser zu passenden Suchanfragen zuordnen.
Eine Datei beginnt bspw. so:

Google Shopping Feed Beispiel


Die Spalten beinhalten dabei u.a.: 

  • title = Name des Artikels
  • link = URL zum Produkt
  • description = Text zur Beschreibung des Produkts
  • id = Artikelnummer
  • condition = Zustand des Artikels (bspw. „new“)
  • price = Preis des Artikels (bspw “149.95 EUR”)
  • availability = Verfügbarkeit („in stock“, „available for order“, „out of stock“ oder „preorder“)
  • image_link = URL zum Bild des Produkts
  • shipping = Versandkosten (bspw. „DE:::6.90 EUR“)
  • brand = Marke des Artikels (optional)
  • google_product_category = Kategorie des Artikels in Google (komplette Liste finden Sie hier)
  • product_type = Eigene Kategorie, Freitext

Sollte man den Feed allein erstellen müssen, so kann das beim ersten Mal natürlich sehr aufwändig bzw. ein neues Aufgabenticket für die IT sein. Ist der Prozess aber einmal aufgesetzt und kann ab dann automatisiert oder per Mausklick einen aktuellen Export im Google-Format erhalten, so ist der Aufwand dann überschaubar und zahlt sich in den meisten Fällen mittel- bis langfristig aus.

Manche Shopsysteme auf dem Markt wie Shopware, Gambio oder Prestashop bieten bereits standardmäßig einen Export aus der Produktdatenbank im von Google gewünschten Format an oder es ist ein Plugin nachträglich installierbar. 

Hier schauen Sie doch bitte in Ihrem Shopsystem oder fragen Sie bei Ihrer IT nach.

Schritt 3: Hochladen des Produktfeeds

Hat man soweit alles fertig – und sei es zunächst nur ein Testfeed mit drei Produkten – so kann der nächste große Schritt angegangen werden: Das Registrieren des Datenfeeds im Merchant Center und dem anschließenden Hochladen.

Zunächst wird über Neuer Datenfeed” ein Dateiname angelegt und weitere Einstellungen wie das Zielland können vorgenommen. 

Kurzer Hinweis zu den Zielregionen: Ein Shopbetreiber kann für alle Länder, in die er Ware verschickt eigene Feeds anlegen – aber nur, wenn der Domainstamm identisch ist, wie bei “www.ihr-shop.com/de” und “www.ihr-shop.com/fr“. 

Liegen länderspezifische Domainendungen wie www.ihr-shop.de und www.ihr-shop.fr vor, dann muss ich für jedes Land einzelne Merchant Center-Konten anlegen!

Google Shopping Feed registrieren

 

Ist der Feed registriert, fehlt nur noch der initiale Upload. 

Diesen kann ich manuell hochladen (vom PC auswählen und hochladen) oder einen Zeitplan erstellen (bspw. ein täglicher Upload um 16 Uhr von einem FTP-Server).

Google Merchant Center Feed Upload

 

Wenige Minuten, nachdem der Feed hochgeladen wurde, erscheint direkt im Merchant Center die Rückmeldung, ob es Fehler gab und wie viele Produkte korrekt verarbeitet wurden. 

Gibt es hier noch Fehler, so weist einen Google direkt darauf hin – auch wenn es nur Warnungen bzw. Optimierungsvorschläge sind. Diese behebst du einfach Schritt für Schritt und kommst so dem optimalen Ergebnis immer näher.

Herzlichen Glückwunsch, du hast nun die wichtigsten und größten Schritte für die Schaltung von Produktanzeigen über die Shopping Kampagnen unternommen!


Wie man diese nun in Google AdWords anlegt, aussteuert, auswertet und optimiert, erfährst du in Teil 2.

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