Gebotsstrategien in Google Ads: Was ist sinnvoll, was sind Besonderheiten?

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Du nutzt Gebotsstrategien in Google Ads? 

Du hast manchmal Schwierigkeiten zu entscheiden, für welchen Anwendungszweck du welche Strategie wählen sollst. 

Du hast spezielle "Nebenbedingungen" in deinem Konto, die bestimmte Anpassungen (bspw. für Smartphones) benötigen?

In diesem Artikel zeige ich dir die verschiedenen Möglichkeiten auf. 

Welche Gebotsstrategien gibt es im Kern?

In Google Ads (hptsl. in den Suchkampagnen) können wir bei den Gebotsstrategien zwischen folgenden Kernmodellen wählen:

  1. Anzahl der Conversions
  2. Wert der Conversions
  3. Anzahl der Klicks
  4. Sichtbarkeit (Impressionen und Positionierung)
  5. Manuelle Gebote

Das bedeutet: Du musst für deine Unternehmensziele erst einmal eine Entscheidung treffen, was dein Hauptziel ist. 

Hier kann man per se keine Empfehlung aussprechen. 

Wenn du einen Online-Shop betreibst, dann legst du meist einen Fokus auf den Conversionwert

Möchtest du Leads generieren (bspw. Kontaktanfragen, Telefontermine, Ladenbesuche, Downloads etc.), hast du oft die Anzahl der Conversions als Fokus

In einer Markenkampagne oder bei Fokus-Keywords ist die Sichtbarkeit sinnvoll.

Du hast dann für gewöhnlich folgende Ausprägungen bei der Auswahl:

  • "Conversions maximieren" oder Ziel-CPA
  • "Conversionwert maximieren" oder Ziel-ROAS
  • Klicks maximieren mit optionalem max. CPC 
  • Anteil an möglichen Impressionen mit max. CPC
  • Manueller CPC


Erster Tipp: Denke nicht immer in "geraden Bahnen"

Wie schon erwähnt: Einen Tipp kann man pauschal nicht geben, welche Strategie du einsetzen solltest. 

Es ergibt durchaus Sinn auch bei der Leadgenerierung über den Einsatz von einer wertabhängigen Strategie nachzudenken - ernsthaft nachzudenken.

Denn stelle dir vor, du hast mehrere Conversiontypen und nutzt neben dem abgesendeten Kontaktformular oder dem Eintrag in einen Telefontermin noch eine Sitzungsdauer-Conversion bei mehr als 5 Minuten. 

Ergibt es dann wirklich Sinn "Conversions maximieren" bzw.  einen Ziel-CPA zu nutzen? Hier hat Google den Fokus auf die Anzahl der Conversions. 

Was wird die häufigste Conversion sein? Klar, die Sitzungsdauer!

Möchtest du überproportional viele Nutzer, die länger als 5 Minuten auf deiner Webseite sind?

Oder eher die Telefontermine? 

Richtig, hier ist es ein cleverer Weg auch auf Conversionwertigkeiten zu gehen!

 

Was gibt es für Besonderheiten zu beachten? 

Neben der reinen Auswahl einer geeigneten Strategie kommt es nicht selten auf ganz spezielle Nebenbedingungen in deinem Geschäftsmodell an. 

Wir haben hier auf Kundenseite schon einige Themen gehabt, bspw.

  • Preisvergleichsportale: Wenn das Geschäftsmodell auf einer Clickout-Vergütung basiert und dieser Clickout bei bspw. 0,25 EUR liegt - ergibt es dann Sinn bei Google CPCs von 3 EUR zu bezahlen? 
  • Smartphone-Traffic: Die Conversion Rate und auch die Qualität von Smartphone-Traffic (insbesondere aus Apps heraus) ist oft unterdurchschnittlich. Je nach Zielgruppe kann der Anteil an Smartphone-Klicks bei 90% liegen. 
    Durchaus sinnvoll dann den Smartphone-Traffic über eine Geräte-Gebotsanpassung zu verringern. 
  • Wettbewerb ist sehr aktiv auf deinen Markenbegriffen: Möchtest du wirklich einen hohen CPC auf deine eigenen Markenbegriffe zahlen? Alle CPCs über 0,20 EUR für die eigenen Marke ist zu teuer!
    Wähle hier sinnvolle Strategien, um Google nicht immer massiv mitbieten zu lassen. 
    Kosteneinsparungen von bis zu 70% sind hier locker möglich!


Nicht jede Gebotsstrategie berücksichtigt deine Anpassungen und Nebenbedingungen

Wusstest du, dass Google in manchen Strategien deine Gebotsanpassungen für Geräte oder Standorte ignoriert?

Hast du dich vielleicht schon einmal gewundert, warum Anpassungen keinen Effekt zeigen?

Simpel erklärt - man muss es aber erstmal wissen: 

Google Ads ignoriert bewusst manche Anpassungen im Konto. 

So könnt ihr bspw. bei einem Ziel-ROAS eine Verringerung oder Erhöhung eurer Smartphone-Gebote eintragen, das hat aber keinerlei Effekt!

Wenn du Geräte dediziert steuern möchtest, musst du auf den Ziel-CPA setzen. 

Was genau du wo bzw. wo nicht nutzen kannst, verrät dir diese Tabelle:

Google Ads Gebotsstrategien was ist moeglich

Quelle: https://support.google.com/google-ads/answer/2732132?hl=de


Expertentipp bei vielen Kampagnen: Portfolio-Strategien

Ich sehe häufig Konten mit mehr als 10 Kampagnen. 

Alle haben eine eigene, kampagnenbasierte Gebotsstrategie.

Das ist gut, aber es geht noch besser!

Denn als regelmäßiger Leser meines Blogs und Zuschauer meines YouTube-Kanals weißt du, dass der Gebotsalgorithmus am besten funktioniert, wenn er genügend Daten hat. 

Klick- und Conversiondaten aus 10 Kampagnen aggregiert sind deutlich besser als Ausgangslage als 10 einzelne Kampagnen mit dann noch teils großem Unterschied. 

Du kannst in Google Ads so genannte Portfoliostrategien anlegen. Damit ordnest du mehrere Kampagnen einer Strategie zu. 

Und diese Strategie hat dann natürlich deutlich mehr Daten. 

Das funktioniert in nahezu allen Fällen sehr viel besser in der Zielerreichung und Optimierung! 

Google Ads Portfolio Gebotsstrategien


Fazit

Welche Gebotsstrategie für deine Kampagnen die sinnvollste ist - bzw. welche Kombination, hängt stark von deinen Unternehmenszielen und auch von eventuell vorhandenen Nebenbedingungen ab. 

Der Ziel-ROAS schließt sich bspw. aus, wenn du Einfluss auf den Geräte-Traffic haben möchtest. 

Portfolio-Strategien sind nahezu immer sinnvoll. 

Wenn du für dich persönlich konkrete Tipps haben möchtest, dann vereinbare gern ein erstes gratis Strategiegespräch und wir schauen ob und wie wir dir weiterhelfen können. 

 

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