Wie du den mobilen Trafficanteil auswertest und eine sinnvolle Gebotsanpassung setzt

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In diesem Beitrag lernst du, wie du den Anteil an mobilem Traffic über deine AdWords-Kampagnen bestimmen kannst und wie du den optimalen Wert für die mobile Gebotsanpassung ermittelst.

Google unterscheidet beim Geräte-Traffic drei Haupt-Typen:

  • Computer (Bsp.: Desktop-PCs, Laptops)
  • Mobilgeräte mit vollwertigem Internetbrowser (Bsp.: Smartphones wie iPhone, Samsung Galaxy etc.)
  • Tablets mit vollwertigem Internetbrowser (Bsp.: iPads)

Auswerten des mobilen Trafficanteil

Es gibt mehrere Wege, entweder über Kontoberichte oder – das wird der häufigste, weil meist einfachste Weg sein – direkt im AdWords-Konto.
Wähle zunächst in der Kampagnenübersicht einen Zeitraum aus (je nach Traffic, mind. 7 Tage sollten es für die Auswertung schon sein) und anschließend das Dropdown-Menü “Segment” und darunter “Gerät“.

Segment Gerät

 

Im Anschluss seht ihr für jede Kampagne die Unterteilung in diese drei Zeilen (manchmal weniger, im Falle von Display-Kampagnen; manchmal mehr, wenn noch “Sonstiges” dabei ist).
Dies könnt ihr auch direkt in den Kampagneneinstellungen sehen, dazu aber später mehr.

Der Vorteil, dies direkt in der Kampagnenübersicht anzuzeigen, ist die Summe für “alle Kampagnen”. So hast du einen schnellen Gesamtüberblick über die Performance der Endgeräte:

Alle Kampagnen Mobilgeräte

Zurück zu den Kampagnen: Wähle eine aus und gehe auf den Reiter “Einstellungen” > “Geräte”:

Kampagneneinstellungen Geräte - mobile Gebotsanpassung

Hier siehst du alle Performance-Daten, die du über “Spalten” ausgewählt hast, für jeden Gerätetyp. Über Gebotsanpassung kannst du direkt angeben, um wie viel Prozent Google die eingestellten Gebote senken oder erhöhen soll (weitere Infos zu den Gebotsanpassungen direkt bei Google).

Tipp: Du kannst diese Auswertung natürlich auch auf detaillierter Ebene vornehmen: auf Anzeigengruppen. Damit kannst du noch feiner aussteuern, die Performance auf Anzeigengruppen-Ebene kann noch mal erheblich abweichen. Wie du das machen solltest, hängt auch vom Umfang ab (Anzahl an Kampagnen und Anzeigengruppen).

Wichtig dabei zu bedenken ist, dass wie auch bei den CPCs immer die spezifischste Einstellung gilt. Hast du also auf Anzeigengruppenebene eine Gebotsanpassung für Mobilgeräte festgelegt, greift die auf Kampagnenebene nicht mehr!

Wie du die optimale Gebotsanpassung findest

Eines vorweggeschickt: Diese Gebotsanpassungen sind wie alle anderen variablen Elemente in AdWords nicht für die Ewigkeit gedacht. Die Performance kann sich täglich, wöchentlich und monatlich verändern. Einflussfaktoren sind:

  • allgemeine Marktveränderungen (Marktanteile an iOS- und Android-Geräten)
  • Zielgruppen-Verhalten und Nutzung der Geräte verändert sich
  • Deine Website kann sich durch einen Relaunch und/oder durch einen mobilen Bestellprozess verändern und hat damit teils drastische Auswirkungen auf die mobile Performance

Das Setzen der Gebotsanpassung ist an sich eine reine Prozentberechnung – wenn man mal andere Einflussfaktoren wie eine strategische Begrenzung des mobilen Traffics, eine reine Branding-Präsenz oder eine Veränderung der Desktop-CPCs außen vorlässt.

Gehen wir von der prozentualen Rechnung aus, können wir uns mal folgende Beispielrechnungen anschauen.
Wir gehen davon aus, dass wir einen maximalen Ziel-CPA definiert haben und diesen kennen:

  1. Ziel-CPA (maximal) von 5 EUR
    Desktop-CPA von 5 EUR
    Mobiler CPA von 8 EUR
    Berechnung: (5 EUR / 8 EUR) – 1 = – 38 % 
  2. Ziel CPA (maximal) von 80 EUR
    Desktop-CPA von 70 EUR
    Mobiler CPA von 40 EUR
    Berechnung: (80 EUR / 40 EUR) – 1 = + 100 %

Ein gewisses “Bauchgefühl” gehört natürlich auch immer dazu, das entwickelt ihr von ganz allein 🙂
Gesetzt werden können Werte von -90% bis +300%. Möchtest du die Anzeigenauslieferung auf Mobilgeräten oder Tablets komplett deaktivieren, dann kannst du es auf -100% setzen.

Fazit “mobile Gebotsanpassung”

Es gibt sehr viele Advertiser, die diese Auswertung und die Anpassung des Gebots gar nicht oder zu selten ausführen. Dabei ist das eine extrem wichtige Stellschraube und hier kann oft schon eine Menge an Kosteneinsparung herausgeholt werden.

Beachtet aber, dass ihr dies auch regelmäßig kontrollieren müsst.

Solltest du generell einen großen mobilen Trafficanteil im Konto haben, checke unbedingt die “geräteübergreifende Conversions“, damit du bspw. beim CPA keine falschen Daten hast und falsche Schlüsse ziehst.

Glücklicherweise ist es inzwischen auch möglich, Gebotsanpassungen für Tablets zu setzen.

Diese Checks der “Bid Modifiers” solltest du also in jedem Fall auf deine AdWords Routineaufgaben-Liste setzen!

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