Affiliate Marketing

Was ist das: Affiliate Marketing?

Mit dem Thema Affiliate Marketing verbinde ich persönlich eine schöne Geschichte. Nur kurz, um euch nicht zu langweilen: Ich bin 2002 nach meinem Abitur und Zivildienst ins Studium der Wirtschaftsinformatik gestartet. Ich suchte einen Nebenjob, um vom Regale einräumen im Supermarkt wegzukommen und möglichst etwas zu finden, bei dem ich mich beruflich orientieren und das Studiumwissen anwenden kann.
Durch Zufall wurde mein Bruder im sehr frühen Stadium des Affiliate Marketings auf das Thema und auf die zanox AG aufmerksam – zufällig suchten sie Praktikanten und Werksstudenten.
Also habe ich mich beworben, es klappte und ich erlebte den Aufbau einer Firma von 9 Mitarbeitern über das rasende Wachstum (auch des Themas Affiliate Marketing an sich) bis hin zu 180 Leuten im Jahr 2006. Es war eine lehrreiche, bewegende und schöne Zeit! Ich kann nicht nur viele Geschichten und Anekdoten erzählen, sondern auch das Marketing-Instrument aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten und habe es in nahezu allen Branchen angewendet.

Nun aber zum fachlichen Teil: Oftmals hört man “Affiliate Marketing” in Verbindung mit “leicht und schnell Geld im Internet verdienen”. Oder aus Advertiser-Sicht, wenn du selbst Produkte oder Dienstleistungen anbietest für welche du eine große Vertriebsreichweite nutzen möchtest. Weißt du eigentlich, was genau diese Form des Marketings ist und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen musst? Lass mich dir in wenigen Worten erklären, worum es eigentlich geht.

Der Strickshop als Beispiel

Stell dir vor, du betreibst einen Online-Shop für Strick-Zubehör. Um deine Produkte für den User zugängig zu machen, schaltest du Werbung. In der Regel sind das AdWords-Kampagnen, die über das Suchnetzwerk ausgesteuert werden. Doch schon lange kommen potentielle Kunden nicht mehr nur über Suchmaschinen. Daher sollte auch die Werbung für deinen Strick-Webshop nicht nur im Suchnetzwerk erscheinen.

Jetzt kommt das Affiliate Marketing ins Spiel. Das Pfiffige an dieser Idee ist, dass du Anzeigen für Stricknadeln, Wolle und Co. als Werbetreibender (auch Merchant oder Advertiser genannt) auf themenrelevanten Websites schaltest. Das bedeutet, dass deine Produkt-Anzeigen zum Beispiel auf DIY-Blogs, in Handarbeits-Foren oder auf anderen Internetseiten, die das Thema Stricken aufgreifen, ausgespielt werden – und so genau deine Zielgruppe erwischen!

Affiliate Marketing besteht aus 2 Parteien

Zumindest ist das der Regelfall. Eine bist du als Merchant / Advertiser, eine ist der Publisher / Affiliate, also die Website, die deine Anzeigen veröffentlicht.
Zusammen geht ihr ein Partnerprogramm ein, das auf einer Provisionsvergütung basiert. Eine vor der Zusammenarbeit abgesprochene Aktion des Users (z.B. Klick, Newsletter-Anmeldung oder Verkauf) führt zu einer Provision, die der Publisher von dir erhält. Diese kann über unterschiedliche Provisionsmodelle ausgezahlt werden:

  • Pay per View (Vergütung für 1.000 Bannereinblendungen / TKP)
  • Pay per Click (Vergütung für jeden Klick)
  • Pay per Lead (Vergütung für Kontaktaufnahme, Anmeldung oder Registrierung)
  • Pay per Sale (Vergütung für vermittelte Verkäufe)
  • Lifetime (Vergütung für Abschluss von Abos)

Lass es dir mit Hilfe der folgenden Infografik anschaulich erklären:

Affiliate Marketing Infografik

Du hast die Möglichkeit, als Advertiser mehrere Partnerprogramme mit verschiedenen Publishern einzugehen. Um dabei den Überblick zu behalten, ist es ratsam, ein Affiliate-Netzwerk dazwischen zu schalten, das sich um die reibungslose und schnelle Abwicklung kümmert. Außerdem stellt es die nötige Technik zur Verfügung, um getätigte Aktionen deiner User zu tracken und anschließend eine faire Abrechnung zu gewährleisten.
Unter www.100partnerprogramme.de kannst du dir leicht einen Überblick über die aktuellen Netzwerke sowie vorhandene Partnerprogramme verschaffen.

Mit Affiliate Marketing im Internet Geld verdienen (Sichtweise: Publisher)

Wir können das Ganze natürlich auch einmal umgekehrt betrachten: Du bist nicht Advertiser, sondern Publisher. In diesem Fall bist du nicht die Person, die Geld ausgibt, sondern die, die Geld verdient. Beispiel: Du betreibst einen Blog über Aquarien und bietest deinen Usern mit deinen Inhalten einen Mehrwert (meistens Content), der sie regelmäßig zu dir zurückkehren lässt. Die Zahlen deiner Page Impressions und Visits sind gut. Merchants, die Aquaristik-Zubehör und mehr verkaufen, werden deinen Blog für ihre Anzeigenschaltung äußerst interessant finden. Kommt ihr zwei im Rahmen eines Partnerprogramms ins Geschäft, stellst du dem Advertiser Werbefläche auf deiner Website zur Verfügung. Tätigt einer deiner User schließlich eine Aktion, erhältst du eine Vergütung.

Sämtliche Punkte der Zusammenarbeit werden natürlich vorab festgehalten. So definieren Partnerprogramme nicht nur die Höhe und Art der Provision, sondern auch die Form der zu schaltenden Werbemittel, sowie Statistiken und Trackings zu Klicks, Leads und Verkäufen. Auf diese Weise kannst du eine große Zahl an Produkten bewerben, trägst selbst aber kein finanzielles Risiko. Denn die Verkäufe tätigst nicht du, du agierst als Vermittler, der für seine Mühen eine Vergütung als Aufwandsentschädigung erhält. Diese fällt natürlich bei weitem nicht so hoch aus wie der Verdienst des Advertiser durch den Abverkauf seines Produktes. Aber auf die Menge betrachtet, kann sich die Vermittlung von Käufern an den Händler durchaus lohnen. Es gibt viele Geschäftsmodelle, von denen die Betreiber ihren Lebensunterhalt bestreiten. Für kleinere Seiten ist auf jeden Fall ein kleines bis größeres Taschengeld möglich!

Bist du bereit für Affiliate Marketing?

Du weißt also, worum es geht, wenn du im Netz ein nettes “Zubrot” verdienen möchtest. Jetzt geht es noch darum zu klären, ob du mit deiner Website für Afffiliate-Marketing überhaupt geeignet bist, denn nicht für jeden ist diese Form des Marketings eine gute Idee. Hier gilt es nun, die Vor- und Nachteile von Affiliate Marketing genauer unter die Lupe zu nehmen. Anschließend kannst du für dich selbst entscheiden, ob das Modell für dich infrage kommt. Ach, und falls das nicht der Fall sein sollte, dann mach dir nichts draus: Neben Affiliate Marketing gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um im Internet Geld zu verdienen. Unter anderem kannst du Werbeplätze verkaufen, bezahlte Inhalte veröffentlichen oder Google AdSense einbinden.

Schauen wir uns aber zunächst die Vorteile des Affiliate Marketings an:

  • Als Affiliate hast du vorab keinerlei Kosten, du gehst keinerlei Verpflichtungen ein
  • Die Auswahl an Partnerprogrammen ist groß und vielseitig
  • Gänzlich unkompliziert gelingt die Implementierung von Links und Bannern (copy & paste)
  • Du sprichst deine Zielgruppen sehr genau an und hast dabei die volle Kontrolle
  • Vor allem mit Longtail-Keywords und Nischen-Websites funktioniert Affiliate Marketing hervorragend

So gut sich die Vorteile für dich auch anhören mögen, dort wo Licht ist, ist immer auch Schatten. Demnach gilt es, auch die Nachteile des Affiliate Marketings zu betrachten:

  • Das Provisionsmodell „Pay per Sale“ macht dich als Publisher sehr stark abhängig vom Shop. Nur wenn dieser optimiert und userfreundlich aufgebaut ist, können die von dir vermittelten User auch zu Kunden werden, die dir Provision bringen
  • Einnahmen sind zu keiner Zeit garantiert. Es gibt keine Planungssicherheit
  • Die Übersicht über deine Einnahmen ist nicht zwangsläufig transparent, da ein Merchant die Provisionszahlungen manuell freischaltet
  • Thematisch sind nicht alle Partnerprogramme rechtlich unbedenklich (Beispiel Glücksspiel oder Medikamente)

Du siehst, es gibt Vor- und Nachteile, die deine Entscheidung, möglicherweise Affiliate Marketing zu betreiben, beeinflussen.
Wäge ab, inwieweit es für dich möglich ist, die Aufgabe als Publisher zu erfüllen. Wichtig ist dabei auch ein genauer Vergleich der infrage kommenden Partnerprogramme. Hierbei sind gewisse Faktoren nicht irrelevant:

  • Flexibilität des Partnerprogramms
  • Möglichkeit SEM zu betreiben
  • Angebot verschiedener Werbemittel (nicht nur Banner und Links)
  • Provisionsmodell passend zu Produkten
  • Angebot unterschiedlicher Vergütungsmodelle
  • Stornoquote
  • Möglichkeit Deeplinks zu nutzen / zu setzen
  • Dauer der Bearbeitungszeit bis zur Vergütung
  • Gültigkeit der Tracking-Cookies (Cookie-Laufzeit)
  • Design und Usability der Merchant-Website (vor allem auf Mobilgeräten)
  • Erfahrungen anderer Nutzer

Mit Affiliate Marketing im Internet seine Produkte vertreiben (Sichtweise: Advertiser)

Wenn du selbst Advertiser werden möchtest, musst du dir grundlegende Gedanken machen, u.a.

  • Verkaufen sich meine Produkte über andere Kanäle (Google AdWords, Facebook Ads etc.)?
  • Wie hoch ist meine Marge?
  • Welche Provision kann ich dem Publisher zahlen (damit bei mir auch noch etwas “hängenbleibt”)?
  • Wie viel zahlt meine Konkurrenz (mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es da schon andere; Tipp: Recherchiere über www.100partnerprogramme.de)?
  • Kann ich täglich die notwendigen Aufgaben übernehmen (Affiliate-Bewerbungen prüfen, Anfragen beantworten etc.)?
  • Wer erstellt die Werbemittel (Banner)?

Zum Abschluss gebe ich dir noch einige Links zu den wichtigsten Netzwerken:

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Erfahrungen & Bewertungen zu Christoph Mohr
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