7 inspirierende Google Ads-Ideen

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Du brauchst neuen Input für deine Ads-Kampagnen?

Der Kampagnenausbau soll zielgerichtet und effizient sein?

Dann lass dich von den folgenden 7 innovativen Ansätzen inspirieren und checke, was du davon sinnvoll umsetzen kannst.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Brainstorming und Umsetzen der Google Ads-Ideen!

1. Remarketing: dynamisch & nur auf aktive Nutzer

Wenn du das Google-eigene Remarketing nutzt, ist das schon ein sehr guter Schritt.

Das dynamische Remarketing für Online-Shops ist noch mal ein effizienter Schritt obendrauf.
Hiermit sprichst du die Nutzer nochmal mit genau dem Produkt an, das sie sich zuvor bei dir angesehen haben. 
In der verlinkten Anleitung findest du die Einrichtung. 
Tipp: Wenn du die Smart Display-Kampagnen nutzen kannst, dann wird hier das dynamische Remarketing schon automatisch von Google verwendet!

Ein anderer Tipp - auch ohne Shopping-Produkte:

Über den Weg des Standard-Remarketings hast du grundsätzlich erst einmal alle Nutzer enthalten, die du später nochmal ansprichst.

Also auch die, die vielleicht nur 2 Sekunden auf deiner Webseite waren und direkt wieder abgesprungen sind!

Was wäre, wenn du eine separate Remarketingliste anlegen könntest und dort NUR die aktiven Nutzer ansprichst. Also die Nutzer, die gezeigt haben, dass sie interessiert sind an deinem Angebot!?

Das kann bspw. auf folgenden Metriken basieren:

  • mind. 60 Sekunden Sitzungsdauer
  • mind. 3 Seiten deiner Website besucht
  • mind. ein Produkt angeschaut oder in den Warenkorb gelegt
  • u.v.m.

Das kannst du umsetzen – und zwar relativ simpel.
Leider nicht direkt über den Ads-Code (außer du kannst den Javascript-Code anpassen und verzögert ausliefern).

Wenn du aber Remarketing über Google Analytics nutzt (und für Ads freigibst), kannst du das sehr schön über eine weitere Zielgruppe lösen:

  • Gehe auf Verwaltung > Zielgruppen > neue Zielgruppe > Zielgruppendefinition > Verhalten

Google Analytics Verhalten


AdWords-Ideen: Analytics Remarketing auf aktive Nutzer Definition

 

Du siehst, du kannst hier in Analytics auch jede Menge anderer Definitionen setzen – die Möglichkeiten sind schier unendlich 🙂

Wenn du den Google Tag Manager nutzt, geht das noch einen Tick einfacher:

Du erstellst einfach zu dem Remarketing-Tag einen Trigger des Typen Timer und definierst dort die Sekunden, nachdem der Code erst geladen werden soll.

Google Tag Manager Trigger Timer

2. Negatives Remarketing

Passend zum ersten Punkt, kannst du auch User aus deiner Anzeigenschaltung ausschließen und somit Kosten sparen.

Warum solltest du Besucher deiner Webseite erneut ansprechen – und dafür Geld ausgeben – die nicht an deinem Angebot interessiert sind (bspw. kurze Sitzungsdauer) oder bereits gekauft haben?

Gerade im Bereich der digitalen Produkte wird oft nicht beachtet, Käufer des Produkts aus den Remarketingkampagnen auszuschließen.

Wie du das negative Remarketing einsetzt? Erstelle die entsprechenden Remarketinglisten über Ads oder Analytics.

Also bspw. alle Nutzer, die in der Remarketingliste “Alle Besucher” sind,  zudem aber auch eine Conversion/Zielvorhaben ausgeführt haben:

AdWords negatives Remarketing

 

Diese Zielgruppe verwendest du dann als auszuschließende Zielgruppe deiner Kampagne bzw. Anzeigengruppe.

Google Ads Zielgruppen ausschliessen

Übrigens: Du kannst die Remarketinglisten auch aus anderen Konten nutzen und bspw. ausschließen. Dafür nutzt du am besten ein Google Ads-MCC und kontoübergreifendes Remarketing.

Wie du das einrichtest, habe ich in diesem Artikel beschrieben.

 

3. RLSA (Remarketing for Search) auf generische Begriffe

Du kannst Remarketinglisten nicht nur im Google Display-Netzwerk verwenden. Auch in der normalen Google-Suche kannst du die Remarketingnutzer sehr spezifisch ansprechen.

In jeder Suchkampagne findest du den Reiter Zielgruppen.

Dort kannst du direkt die erstellten Zielgruppen hinzufügen.
Wähle als Ausrichtungseinstellung die Option “Ausrichtung“, wenn du die Anzeigen ausschließlich auf die Nutzer ausrichten möchtest.
(mit “Beobachtung” kannst du bspw. bei dieser Zielgruppe eine höhere Gebotsanpassung festlegen, so dass deine Anzeigen prominenter erscheinen).

Zielgruppen Ausrichtung oder Beobachtung


Das Spannende bei dieser Struktur: Du kannst auch auf sehr generische Keywords Anzeigen schalten, die sonst (in der breiten Nutzeransprache) viel zu teuer wären.
Wenn du sie aber nur einer aktiven Remarketing-Zielgruppe zeigst, dann ist die Conversion-Rate vermutlich recht hoch und kannst dort dein Budget investieren - denn diese Nutzer kennen dich bzw. deine Firma schon. 

Mehr noch: Du kannst auch spezifische Anzeigentexte oder Ansprachen dieser Zielgruppe verwenden.

Spannend ist auch, die RLSA-Listen in Kombination mit einer dynamischen Suchkampagne zu nutzen. Dadurch kannst du bspw. auch deine Longtail-Keywords ausbauen und nur in den relevanten Zielgruppen bewerben.

Das habe ich bereits in einem spezifischen Artikel beschrieben.

 

4. Brutto- und Nettoumsatz abgleichen

Wenn du deinen Conversions einen Umsatzwert übermittelst (bspw. Warenkorbwert der bestellten Artikel, Preis des eBooks, rechnerischer Wert eines Newsletterabonnenten usw.), hast du eigentlich keine Möglichkeit Stornos später einzuspielen.

Das heißt, selbst wenn in deinem Shop für 50.000 EUR Ware pro Monat bestellt wird, werden diese 50.000 EUR nicht auf deinem Konto ankommen. Warum?

Manche Kunden machen von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch, andere schicken einen Teil der Bestellung zurück, wieder andere fallen durch eine mögliche Schufa-Prüfung, führen eine Fakebestellung durch usw.
Das kennst du sicher besser als ich ;) 

Gehen wir von einer Stornoquote von 20% aus (bei Mode können das auch mal 50% und mehr sein), dann würdest du auf Basis des Conversion Trackings vielleicht sogar auf Suchbegriffe höhere Gebote abgeben, die im schlechtesten Fall zu 0 EUR Umsatz auf deinem Konto führen…

Vor allem automatische Gebotssteuerungssysteme (Bid Management) sind in diesem Zusammenhang blind und dumm.
Nicht selten wird bspw. auf Keywords wie “Vertrag ohne Schufa” ein Großteil des Budgets gelenkt, einfach weil dort viele Nutzer eine Conversion ausführen – vom Käufer wohlwissend dass sie einen negativen Schufaeintrag haben. Aber versuchen kann man es ja…

Für das Tool sind es aber Bestellungen – und diese Bestellungen sind das Ziel der Kampagnenoptimierung.

Es gibt einen smarten Umweg, über den du diesen Abgleich im Nachhinein abbilden kannst: Offline Conversions.

Der Weg hierbei ist:

  • bei jedem Klick auf eine Ads-Anzeige wird eine GCLID als URL-Parameter übergeben.
    Diese ID ist einmalig und hilft Google später den Klick zum Keyword, zur Anzeige usw. zuzuordnen
  • diese GCLID wird in deinem Shop bzw. auf deiner Website gespeichert
    (bspw. in der Datenbank, CRM-System)
  • Wenn der Nutzer bestellt, löst du wie gewohnt das klassische Conversion Tracking aus (für die Bestellung)
  • In regelmäßigen Abständen machst du einen Export aus deinem CRM mit allen abgeschlossenen und realisierten Umsätzen. Das ist auch automatisierbar.
  • Diese Datei (CSV) beinhaltet u.a. die GCLID und den realen Umsatz. Du lädst diese im Ads-Konto über Tools > Conversions > Uploads hoch
  • Google ordnet bis zu 90 Tage nach dem Klick diesen realen Umsatz zum ursprünglichen Klick zu

Da dies ein weiteres Conversion-Segment ist, kannst du das jederzeit im AdWords-Konto getrennt anzeigen und auswerten!

Hier siehst du, wie der Parameter GCLID an die URL angefügt wird:

1 GDLID

Dann importierst du die Offline Conversion Daten mittels einer CSV- oder Excel-Datei:

2 CSV Datei für Offline Conversions

Eine Beispiel-Datei zum Hochladen findest du hier: https://www.gstatic.com/conversiontracking/externally-attributed-conversion-import-template.xls

Tipp: Du kannst auch direkt aus Salesforce Daten importieren. 

Im Ads-Konto hochladen: 

Offline Conversions hochladen


Conversion-Typen auswerten (segmentieren): 

Segment Conversions


Einstellung wählen für "in Conversions einbeziehen): 

Einstellung in Conversions einbeziehen


Noch einen Schritt weiter gehst du, wenn du in den Einstellungen deiner klassischen Conversion angibst, dass diese Zahlen nicht mehr in der Spalte “Conversions” (Anmerkung: Du siehst sie immer in der Spalte “Alle Conversions”) betrachtet werden sollen.

So hättest du in der Spalte “Conversions” nur noch die wirklich realisierten Umsätze!

Und du umgehst damit das oben beschriebene Problem bei der automatisierten Gebotssteuerung – denn wenn die realen Sales in der Spalte “Conversions” stehen, dann ist das die Optimierungsgrundlage für das Tool!

Einen ausführlicheren Artikel zu Offline Conversions habe ich hier geschrieben. 
In meinem Online-Kurs findest du auch Videos mit der Schritt für Schritt-Anleitung. 

 

5. Kampagnenentwürfe (umfangreiche Tests)

Du kannst mit der Funktion Entwürfe vergleichsweise risikoarm veränderte Kampagneneinstellungen testen.

Bspw. kannst du herausfinden, wie sich deine KPIs bei höheren Geboten, anderen Sitelinks, anderen Anzeigentexten usw. entwickeln.

Die Funktionsweise:

  • Du legst direkt aus deiner bestehenden Kampagne einen Entwurf an.
    Dies ist eine Art kompletter Kopie der Kampagne
  • In diesem Entwurf nimmst du alle Änderungen vor, die du testen möchtest
    (Beispiel: höhere Gebote)
  • Du klickst auf anwenden und erstellst einen Test, in dem du bspw. weiterhin 90% aller Impressionen über die Original-Kampagne, aber 10% über die veränderten Einstellungen des Entwurfs laufen lässt
  • Im Anschluss kannst du die KPIs und die Entwicklung perfekt vergleichen.

Adwords Kampagnenentwurf

 

Ausführliche Infos findest du in meinem Artikel zu Google Ads Kampagnentests.

6. Preiserweiterungen

Zugegeben, dieser Punkt ist nicht für alle Werbetreibenden interessant – aber für die meisten!
Und kaum jemand nutzt diese Erweiterung derzeit.

Wenn du aber Dienstleistungen oder Produkte auf deiner Seite / deinem Online-Shop anbietest, dann solltest du den Anzeigenerweiterungs-Typ Preiserweiterung unbedingt einsetzen.

Die bisherigen Ergebnisse: Wenn die Preiserweiterungen mit angezeigt werden, erhöht sich die CTR bis um das zehnfache!
Achte aber immer auf den CPC, der kann teilweise auch deutlich teurer werden. Wichtiger als der CPC sollte dir aber eh dein CPA oder ROAS sein... 

Wie erstellst du eine Preiserweiterung?

Auch über den Reiter Anzeigenerweiterungen und dann Preiserweiterung.
Nachdem du die Sprache und den Typen eingestellt hast, legst du die einzelnen Elemente an.

Preiserweiterung


Diese werden inzwischen auf allen Endgeräten und in Position 1 und teilweise auch 2 (hier dann aber verkürzt) ausgeliefert.


Preiserweiterung Google

 Tipp: Achte darauf, die Preise regelmäßig zu aktualisieren!

 

7. Demografische Aussteuerung

Vielleicht ist es dir in den Screenshots oben schon aufgefallen.

Unterhalb des Navigationspunkts Zielgruppen findest du Demografische Merkmale.

Der Clou: Du kannst hier für jedes Geschlecht und jede Altersgruppe die Performance deiner Kampagne (sogar bis auf die Detailebene Anzeigengruppe) analysieren und die Gebote entsprechend anpassen.
Wenn du eine Gebotsstrategie nutzt, dann setzt Google diese Anpassungen automatisch.

Vielleicht weißt du auch schon von Beginn an, wer nicht in deine Zielgruppe passt und kannst von Anfang an Kosten sparen!?

Setze einfach bei Geschlecht und Altersgruppen die Gebotsanpassungen auf -XX, wenn sie schlechter als der Durchschnitt konvertieren und erhöhe die Gebotsanpassung bei gut performenden Gruppen.

Den Ausschluss kannst du auch direkt wählen. 

Demografische Merkmale

Fazit zu meinen Google Ads-Ideen

Ich konnte dir hoffentlich mit diesen 7 Ideen das ein oder andere zeigen, dass du für deine Google Ads-Kampagnen noch nicht eingesetzt hast.

Brainstorme erst einmal, ob und in welcher Weise die einzelnen Punkte für deine Marketingstrategie interessant sein können.

Mache dich dann an die Umsetzung, ich wünsche dir viel Erfolg.

 

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2 Kommentare

  • Echt hilfreich und mega spannend. Diese Hacks habe ich sonst noch nirgends gesehen/gehört. Werbung braucht auch Kreativität und Technik. Genau dazu gibst hier Ideen
  • Hallo Fraenzi,

    vielen Dank für dein Lob!

    Viele Grüße
    Christoph

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